Seelsorge verlagert sich aufs Telefon - Wir sind da!

Bundesweit gehen bei der Telefonseelsorge aktuell täglich rund 2275 Anrufe ein, in 45 Prozent der Anrufe ist Corona ein Thema, so die Statistik.

„Corona und Einsamkeit ist ein großes Thema. Das kommt zu den Sorgen, die die Menschen ohnehin schon haben noch weiter hinzu“, sagt Pfarrerin Jula Heckel-Korsten, die die Telefonseelsorge in Wuppertal leitet.

Während die Anrufenden zwischen 50 und 70 Jahren vor allem Ängste rund um das Virus ansprechen, sei die Einsamkeit als Folge von Corona bei den über 80-Jährigen die größte Sorge: „Die Sozialkontakte fehlen sehr. Vermutlich bekommen wir auch viele Anrufe aus Pflegeeinrichtungen, in die keine Besucher mehr kommen dürfen“, sagt Heckel-Korsten.

TS bleibt auch bei Ausgangssperre erreichbar

Die Motivation des Wuppertaler TS-Teams ist sehr hoch. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, die Vorerkrankungen haben, sind alle Mitarbeiter weiter voll im Einsatz.

„Corona ist die Stunde der Telefonseelsorge. Die Ehrenamtlichen haben das Bewusstsein: Es kommt auf uns an. Die Seelsorge verlagert sich aufs Telefon“, sagt die Leiterin. Wichtig sei es aber, das Team gerade in dieser Zeit besonders zu unterstützen.

Telefonseelsorge wird auch im Falle einer eintretenden Ausgangssperre weiter möglich sein, dafür gibt es entsprechende Sonderregelungen. „Die TS bleibt weiter erreichbar“, so Pfarrerin Jula Heckel-Korsten.

Kontaktaufnahme mit der Telefonseelsorge ist auch per Chat und Mail möglich. Mehr Infos gibt es hier.

Foto: Archiv
Text: ör-nd